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Zöliakie (Glutenunverträglichkeit): So stellen Ärzte die Diagnose

Text: READAKTION HEALTH NATURE | Foto (Header): © ferkelraggae – stock.adobe.com

Mit den modernen diagnostischen Möglichkeiten erkennen Ärzte zunehmend Krankheiten, die früher als selten galten, wie die glutenabhängige Zöliakie. Es handelt sich dabei um eine chronische Systemerkrankung, die auf einer lebenslangen Glutenunverträglichkeit beruht. Zöliakie tritt bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung auf, die mit einer Reaktion auf Gluten, einer Proteinfraktion in den Basiskörnern von vier Getreiden, verbunden ist. Die Diagnose dieser Krankheit ist jedoch oft schwierig.

Glutenunverträglichkeit: Das sind die Risikopatienten

Eine Glutenunverträglichkeit führt auf immunologischer Basis zur Bildung spezifischer Antikörper und zu einer Entzündungsreaktion, die das Verschwinden von Zotten und den damit verbundenen Komplikationen in Form eines Malabsorptionssyndroms fördert.

Menschen mit anderen chronischen Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Autoimmunleber, Schilddrüse, Down-Syndrom, Turner-Syndrom, IgA-Nephropathie und IgA-Mangel sind einem höheren Risiko ausgesetzt, an Zöliakie zu erkranken. Auch sollten Ärzte bei Patienten genauer hinsehen, deren Verwandte ersten Grades an Glutenunverträglichkeit leiden.

Warum die Diagnose von Zöliakie schwierig ist

Die Diagnose von Zöliakie ist deshalb so schwierig, weil sie nur dann glaubwürdig ist, wenn der Patient eine vollständige Diät mit einer täglichen Glutenaufnahme von ≥ 6 Wochen in ≥ 1 Mahlzeit mit Gluten durchführt. Nochmals erschwert wird die Diagnose dadurch, dass es verschiedene Formen von Zöliakie gibt.

Die unterschiedlichen Formen der Glutenuntervertäglichkeit äußern sich anhand unterschiedlicher Symptome:

  • Symptome seitens des Verdauungstrakts
  • Symptome, die außerhalb des Verdauungstrakts dominieren
  • Asymptomatischer Verlauf (stille Form)
  • Vorhandene Symptome oder asymptomatischer Verlauf (latente Form)

Diagnostische Methoden zur Erkennung von Zöliakie

  • Anhand von Labortests können Ärzte auf eine Malabsorption testen.
  • Mittels der serologischen Diagnostik wird das Vorhandensein antiendomysialer Antikörper (EMA) bestätigt.
  • Die endoskopische Untersuchung (Gastroskopie) liefert Proben zur histopathologischen Untersuchung. Es wird immer noch angenommen, dass die Darmbiopsie für die Diagnose für Zöliakie unerlässlich ist.
  • Patienten mit Anämie, Gewichtsverlust, chronischem Durchfall und anderen Zöliakie-ähnlichen Symptomen sollten unabhängig von den Ergebnissen der serologischen Tests immer eine Zwölffingerdarmbiopsie erhalten.

Wie Ärzte die Anomalien, die während dieser Untersuchungen zutage kommen, richtig bewerten, werden wir in dem neuen Magazin „health&nature“ ausführlicher darstellen. (juse)

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