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Die hepatoprotektive Wirkung von Mariendistel

Foto (Header): © Marina Lohrbach – stock.adobe.com

In diesem Artikel werden folgende Fragen beantwortet:

  • Warum braucht die Leber Unterstützung?
  • Wer kann Mariendistel zum Schutz der Leber einnehmen?
  • In welcher Form nimmt man die Mariendistel zu sich?

Ihre heilende Wirkung ist bereits seit der Antike bekannt. Und auch heute noch profitieren wir von den Superkräften der Mariendistel: Sie hilft nicht nur bei bereits diagnostizierten Lebererkrankungen, sondern schützt das vielbeschäftigte Organ auch vorbeugend.

 

Was ist die Mariendistel überhaupt?

Die ein- bis zweijährige Pflanze, die bis zu eineinhalb Meter hoch wird, besteht aus einem fein behaarten, aufrecht stehenden Stängel, aus dem längliche, grün-weiß marmorierte Blätter mit Dornen an den Spitzen sprießen. Sie blüht von Mai bis September. Die lilafarbenen, kugeligen Blüten wirken im Verhältnis zur Pflanze mit ihren vier bis fünf Zentimetern Durchmesser ziemlich klein. Ihre eiförmigen, dunkelbraun glänzenden Früchte sind mit einem kleinen Schirmchen, einem sogenannten Pappus, versehen.

In freier Natur wächst die Mariendistel vor allem im Mittelmeerraum, Kleinasien, Südrussland und Nordafrika. Das Korbblütlergewächs, das auch „wilde Artischocke“ genannt wird, mag es heiß und trocken: Es ist vor allem an steinigen Weg- und Ackerrändern zu finden – vorausgesetzt, es ist dort sonnig und frei von Nässe.

Für den medizinischen Gebrauch wird die Mariendistel natürlich auch gezielt angebaut. In Deutschland finden sich große Felder vor allem im Westerwald, in Österreich im Waldviertel. Aber auch Argentinien, China und Venezuela sind Produzenten.

Wenn die Früchte im August und September reif sind, werden sie abgeschnitten, einige Tage später mit Mähdreschern geerntet und nach der Reinigung weiterverarbeitet: Die heilsamen Wirkstoffe der Mariendistel sitzen vor allem in den schwarzen Samen, die aus den Früchten gewonnen werden.

 

Wieso heißt die Mariendistel Mariendistel – und wie lange kennt man sie schon?

Christi Krone, Donnerdistel, Fieberdistel, Fechdistel, Frauendistel, Heilandsdistel: Die Mariendistel wird je nach Region anders genannt. Ihren eigentlichen Namen hat sie von einer Legende aus der Bibel: Die Jungfrau Maria verliert, als sie Jesus stillt, ein paar Tropfen Muttermilch, die auf eine Distel tropfen. Daran erinnern bis heute die weißen Flecken auf den Blättern.

Die Geschichte der Mariendistel als Heilpflanze geht bis in die Antike zurück: Der griechische Arzt Dioskurides, der im 1. Jahrhundert lebte und als Pionier der Pharmakologie gilt, setzt sie gegen Schlangenbisse ein. Plinius der Ältere, ein römischer Gelehrter aus dem 1. Jahrhundert, der mit seiner „Naturalis historia“, einem enzyklopädisches Werk zur Naturkunde, Bekanntheit erlangt, empfiehlt sie zur „Gallenabfuhr“.

Ab dem frühen Mittelalter wird sie auch bei Leberbeschwerden verordnet und in Klostergärten angebaut. Hildegard von Bingen (1098-1179) rät sie bei Gelbsucht und Vergiftungen an sowie bei Seitenstechen und zur Unterstützung der Milchbildung bei stillenden Müttern. Im 16. Jahrhundert taucht sie erstmals in Lehrbüchern zur Kräuterheilkunde als Mittel gegen Lebererkrankungen auf. Johann Gottfried Rademacher, ein Arzt und medizinischer Autor, der von 1772 bis 1850 lebte, weist schließlich ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nach.

Heute ist die Mariendistel eine der beliebtesten Heilpflanzen Europas, die nicht nur in der Naturheilkunde eingesetzt wird. Auch die Schulmedizin akzeptiert sie als wirksames Gegengift bei Pilzvergiftungen und bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen.

 

Wie wirkt die Mariendistel – und wie schützt sie nun die Leber?

Wie die medizinische Bezeichnung Silybum marianum schon verrät, ist der  Hauptwirkstoff der Mariendistel Silymarin, ein Gemisch aus vier verschiedenen Flavonolignanen: Silibinin, Isosilibinin, Silychristin und Silydianin. In der Frucht finden sich außerdem fettreiches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Vitamin E und Eiweiß.

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